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Gross- und Einzelhandel

Pflanzenpflege

Substrat

G.K.R. - Pflanzenpflegetips - TongranulatKultursubstrat

Pflanzenwurzeln haben zwei Aufgaben:
  1. Sie nehmen Wasser mit den darin enthaltenen Nährstoffen auf.
  2. Sie verankern die Pflanzen so fest, dass sie nicht mehr umfallen können.

Da die Pflanzen im Wasser keinen Halt finden, braucht die Hydrokultur einen Ersatz für die Erde:
Ein sogenanntes Kultursubstrat. Der aus Ton gewonnene Lecaton ist ein dem Vulkangestein ähnliches Kultursubstrat mit hohem Luftgehalt und langfristiger Stabilität. Dieser spezielle Blähton ist sauber und neutral, stark porös und infolgedessen lufthaltig. Zusätzlich besitzt er die Fähigkeit, Wasser zu leiten und damit auch die Nährstoffe - was für das Gedeihen der Pflanzen besonders wichtig ist.
 

Nährstoffe, ein Muß fürs gesunde Wachstum.

duenger_02Pflanzen benötigen zum Aufbau ihrer organischen Substanz verschiedene chemische Elemente, die in ihrer Gesamtheit einen wichtigen Wachstumsfaktor darstellen. Von den für das normale Wachstum aller Pflanzen unentbehrlichen Elementen kann keines durch ein anderes ersetzt werden. Zu ihnen gehören Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Schwefel und Eisen. Hinzu kommen noch einige weitere Elemente, die das Wachstum beeinflussen und in vielen Fällen von den betreffenden Pflanzenarten unbedingt benötigt werden.

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Ohne Licht geht nichts!

bel2Der richtige Standort für Ihre Pflanzen:
Licht ist für Pflanzen in Erde wie in Hydrokultur der häufigste Mangelfaktor. Ohne Licht geht nichts. Der Lichtbedarf der einzelnen Arten ist unterschiedlich groß. Bei unzureichendem Licht muss für zusätzliche Beleuchtung gesorgt werden. Eine Pflanzenbeleuchtung kommt unserem persönlichen Wohnempfinden sehr entgegen. Sie sollte täglich ca. 8-12 Stunden eingeschaltet sein, wobei man die Brennzeit beliebig auf die Tages- und Nachtzeit verteilen kann.

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Wärme ist gewöhnlich kein Problem.

G.K.R. - Pflanzenpflegetips - Wärme
Die meisten Zimmerpflanzen gedeihen gut bei den für Menschen üblichen 18-22 °C. Vorübergehend etwas höhere Temperaturen (z.B. weil die Sonne mal voll ins Fenster scheint) verkraften Pflanzen in Hydrokultur meist besser als Pflanzen in Erdkultur.

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Wasser und wie gieße ich?

giessen Gerade bei der Kultur von Zimmerpflanzen kommen die vielen Vorteile der Hydrokultur in idealer Weise zur Geltung. Es gibt keine Gießfehler mehr.

Wichtig ist die Luftzufuhr im Wurzelbereich. Durch Wurzelatmung wird das gesamte Wachstum aktiviert. Hierfür sorgt der sehr lufthaltige Lecaton (Substrat). Wasser ist das Medium für die Nährstoffe. Die Pflanzen wissen selbst, wann es Zeit ist, neue Nährstoffe aufzunehmen und sie tun es auch. Vorausgesetzt, diese sind in aufnehmbarer Form vorhanden. Gerade dies garantiert das Hydrokultursystem: Die Nährstoffe stehen den Pflanzen jederzeit zur Verfügung und können nach Bedarf abgerufen werden. Da die Pflanzen selbst den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme bestimmen und nicht auf die Willkür der Menschen angewiesen sind, ist das besonders gute Gedeihen von Hydrokulturpflanzen sichergestellt.

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FAQ - Hydrokultur

Hydrokultur (von griechisch: hydro = Wasser) ist eine Form der Pflanzenhaltung, bei der die Pflanzen in einem anorganischen Substrat statt in Erde wurzeln. Die Ernährung der Pflanzen erfolgt dabei über eine wässrige Lösung anorganischer Nährsalze.

Als Substrat wird Blähton verwendet. Das Substrat dient lediglich dazu, den Wurzeln Halt zu geben und die Pflanzen so aufrecht zu halten, trägt aber nicht zur Ernährung der Pflanzen bei.

Da durch das Fehlen organischer Erdbestandteile die chemischen Bodeneigenschaften stark vom Normalzustand abweichen, ist normaler Pflanzendünger nur bedingt für die Hydrokultur geeignet. Abhilfe schafft ein spezieller Hydrokulturdünger, der durch Additive den pH-Wert der Lösung in einem für viele Pflanzen geeigneten Bereich puffert. Teils werden so genannte Ionentauschgranulate genutzt, die durch Ionenaustausch die Pflanzen mit Nährstoffen versorgen und gleichzeitig im Wasser vorhandene, für die Pflanzen im Überschuss unverträgliche Mineralien wie Kalk binden. z.B: Lewatit HD5

Zu den im Handel angebotenen Hydrokulturgefäßen ( in der Regel wasserdicht) gehört üblicherweise auch ein Wasserstandsanzeiger, mit dem die Füllhöhe der Nährlösung kontrolliert werden kann.

Der Hauptvorteil der Hydrokultur liegt vorwiegend darin, dass das Hantieren mit Pflanzen und Pflanzgefäßen komfortabler und sauberer abläuft als bei der herkömmlichen Bodenkultur. Zudem
  • treten weniger Bodenschädlinge auf,
  • ist die Kontrolle der Wasserzufuhr einfacher,
  • muss seltener gegossen werden,
  • muss seltener umgetopft werden,
  • gedeihen manche Arten besser.
  • Durch das Fehlen von Erde ist die Gefahr von Schimmelbildung kleiner (Schimmelallergiker)
Die Nachteile der Hydrokultur liegen einerseits in den höheren Anschaffungs- und Unterhaltungskosten sowie einem unnatürlichen Erscheinungsbild und andererseits in der Allgegenwart der wässrigen Nährlösung, die viele Pflanzen nicht oder nicht auf Dauer vertragen. Die Hydrokultur ist deshalb nicht geeignet für Pflanzen,
  • die empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren,
  • die ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Trockenheit in der Vegetationsruhe haben, wie beispielsweise fast alle Sukkulenten,
  • die zur Bildung von Stolonen, Rhizomen, Zwiebeln, Knollen oder Rübenwurzeln ein feinkörniges und lockeres Substrat benötigen,
  • die einen anderen Boden-pH-Wert bevorzugen als durch die Nährlösung vorgegeben.

Die Hydrokultur ist also eher für den bequemen Pflanzenfreund geeignet, der wenig empfindliche „Allerweltspflanzen“ hält, sich nicht am künstlichen Erscheinungsbild stört und bereit ist, für eine saubere Unterbringung und Versorgung der Pflanzen etwas mehr Geld auszugeben.

Für Freunde und Sammler von seltenen, wertvollen oder empfindlichen Pflanzen mit nicht durchschnittlichen Ansprüchen stellt die Hydrokultur kaum eine Alternative dar.

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