Hydrokultur (von griechisch: hydro = Wasser) ist eine Form der Pflanzenhaltung, bei der die Pflanzen in einem anorganischen Substrat statt in Erde wurzeln. Die Ernährung der Pflanzen erfolgt dabei über eine wässrige Lösung anorganischer Nährsalze.
Als Substrat wird Blähton verwendet. Das Substrat dient lediglich dazu, den Wurzeln Halt zu geben und die Pflanzen so aufrecht zu halten, trägt aber nicht zur Ernährung der Pflanzen bei.
Da durch das Fehlen organischer Erdbestandteile die chemischen Bodeneigenschaften stark vom Normalzustand abweichen, ist normaler Pflanzendünger nur bedingt für die Hydrokultur geeignet. Abhilfe schafft ein spezieller Hydrokulturdünger, der durch Additive den pH-Wert der Lösung in einem für viele Pflanzen geeigneten Bereich puffert. Teils werden so genannte Ionentauschgranulate genutzt, die durch Ionenaustausch die Pflanzen mit Nährstoffen versorgen und gleichzeitig im Wasser vorhandene, für die Pflanzen im Überschuss unverträgliche Mineralien wie Kalk binden. z.B: Lewatit HD5
Zu den im Handel angebotenen Hydrokulturgefäßen ( in der Regel wasserdicht) gehört üblicherweise auch ein Wasserstandsanzeiger, mit dem die Füllhöhe der Nährlösung kontrolliert werden kann.









